Aktionsgemeinschaft "Rettet den Burgwald" e.V.
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Dickkopffalter (Hesperiidae)

 

 

 

Kleiner Würfel-Dickkopffalter (Pyrgus malvae)

Man braucht schon eine Portion Glück und ein gutes Auge, will man den Kleinen Würfel-Dickkopfalter im Burgwald entdecken. Er zählt zu den eher seltenen Arten und ist einer unserer kleinsten einheimischen Tagfalter. Er findet sich meist an trockenwarmen Standorten entlang von Waldwegen und -rändern, auf Magerrasen und Heiden. Wichtig sind dabei Lücken in der Vegetation mit freien Bodenstellen. Die Raupen ernhren sich von Odermenning, Wald-Erdbeere, Fingerkraut u.a.. Die Roten Listen Hessen 2009 und BRD 2011 führen diese Art in der Vorwarnliste (V).  

 

 

 

 

 

 

Malven-Dickkopffalter (Carcharodus alceae)

Der Malven-Dickkopffalter besiedelt offene Biotope mit sonnigen Beständen von Malvengewächsen, vornehmlich in Brachen, Säumen, an Straßenrändern und auf Ruderalflächen. Die Raupen "bauen" sich auf den Pflanzen kleine Blatt-Tüten, in die sie sich zurückziehen und welche sie nur zum Fressen, meist nachts, verlassen. Die Überwinterung erfolgt als erwachsene Raupe. 

In Ruhe nimmt der Falter eine etwas eigentümliche Haltung ein.

Die übertrieben häufige "Pflege" seiner Lebensräume durch Mahd oder Mulchen hat diesen kleinen Falter inzwischen selten werden lassen. In Hessen gilt diese Art als "gefährdet" (3).

 

 

 

 

 

Gelbwürfeliger Dickkopffalter (Carterocephalus palaemon)

Dickkopffalter sind sehr kleine Tagfalter, mit einem meist sehr schnellen, hektischen Flug. Beim flüchtigen Hinsehen erinnern sie eher an Fliegen denn an Schmetterlinge. Die Flugzeit des Gelbwürfeligen Dickkopffalters beginnt bereits im Mai und endet wieder im Juli. Er findet sich vor allem in Saumbereichen von Wäldern, Feldgehölzen und Hecken, auf Schneisen, Lichtungen und Kahlschlägen. Wichtig sind ungemähte Wiesenstreifen mit robusten Grasarten, die als Raupennahrungspflanzen dienen. Im Herbst spinnt sich die Raupe ein Grasblatt zu einer Röhre und verbringt darin den Winter. In Hessen eine Art der Vorwarnliste (V).

 

 

 

 

 

Rostfarbiger Dickkopffalter (Ochlodes sylvanus)

Als eine Art des Offenlandes findet man diesen Falter ab Ende Mai auf unterschiedlichen Bereichen des Graslandes und auf Brachflächen. Die Raupen fressen an verschiedenen Grasarten und überwintern ebenfalls halberwachsen in einem zu einer Röhre zusammengesponnen Grasblatt.

 

 

 

 

 

Schwarzkolbiger Braun-Dickkopffalter (Thymelicus lineola)

Äußerlich lassen sich die beiden Braun-Dickkopffalter-Arten lediglich durch die unterschiedliche Färbung der Fühlerkolben-Unterseiten voneinander unterscheiden.

 

 

 

 

 

Braunkolbiger Braun-Dickkopffalter (Thymelicus sylvestris)

Die Braun-Dickkopffalter gehören eigentlich zu den weit verbreiteten, relativ anspruchslosen "Allerwelts-Faltern". Doch auch diese Arten verzeichnen inzwischen deutliche Bestandseinbußen. Auf dem seit nunmehr 13 Jahren im Rahmen des Tagfalter-Monitoring Deutschlands untersuchten Transekt nahe Mellnau verzeichen sie von allen Arten den stärksten Rückgang.

 

 

 

 

 

 

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