Die Rüsselkäfer (Curculionidae) bilden mit weltweit etwa 60.000 Arten die artenreichste Käferfamilie überhaupt. In Deutschland kommen fast 800 Arten vor.
Viele Vertreter dieser Familie fallen durch einen verlängerten Rüssel auf, an dessen Spitze sich die kleinen Mundwerkzeuge befinden. Die Larven und auch die Imagines sind Pflanzenfresser, viele Arten sind in ihrer Entwicklung eng an bestimmte Futterpflanzen gebunden.
Die Larven des Großen Distelrüsslers (Larinus cf. sturnus) entwickeln sich in den Blütenköpfen verschiedener Korbblütler, allen voran in Disteln, aber auch in Flockenblumen und Kletten.
Die weiblichen Käfer (Foto) besitzen etwas längere Rüssel als die Männchen. Für die Ablage ihrer Eier nagen sie kleine Öffnungen in die Blütenköpfe, im Bild ist diese kurz unterhalb des Tieres erkennbar.
Schierlings- oder Schlanker Sumpfrüssler (Lixus iridis)
Einen geradezu skurrilen Anblick bietet der recht kleine Eichelbohrer (Curculio glandium). Die Weibchen besitzen einen extrem verlängerten und stark gekrümmten Rüssel, der genau so lang ist, wie der restliche Körper. Mit den winzigen Mundwerkzeugen an der Rüsselspitze fressen sie tiefe Löcher in noch unreife Eicheln und legen dort ihre Eier hinein.
Großer Brauner Rüsselkäfer (Hylobius abietis)