Aktionsgemeinschaft "Rettet den Burgwald" e.V.
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Pfauenspinner (Saturniidae)

 

 

Die Familie der Pfauenspinner beinhaltet etwa 1200 Arten, die auf der ganzen Erde, besonders aber in den Tropen vorkommen. Unter ihnen befinden sich einige der größten Schmetterlinge überhaupt. Bei uns sind lediglich zwei Vertreter dieser Familie heimisch.

 

 

 

 

 

Kleines Nachtpfauenauge (Saturnia pavonia)

Weibchen: Foto oben; Männchen: Foto unten

(Die oben gezeigten Tiere stammen aus einer Zucht. Dank an G. Steckbauer, Schönstadt, für das Ermöglichen der Fotos.)

Zweifelsohne zählt das stattliche Kleine Nachtpfauenauge zu unseren prächtigsten heimischen Nachtfaltern. Männchen und Weibchen unterscheiden sich dabei deutlich in Färbung und Größe. Während die wesentlich kleineren Männchen farbenfroher und kontrastreicher gezeichnet sind, besitzen die Weibchen eine gräuliche Grundfärbung, weisen dabei aber Flügelspannweiten von über 80mm auf. Beide Geschlechter besitzen ausdruckstarke Augenflecke auf ihren Flügeln.

 

Mit ihren stark gekämmten Fühlern können die auch am Tage fliegenden Männchen die in der Vegetation ruhenden Weibchen über mehrere Kilometer hinweg orten und auffinden.

Die Weibchen legen ihre Eier an einer Vielzahl unterschiedlichster Kräuter, Sträucher und höheren Laubgehölzen ab. Auf ihrem Flug zur Eiablage werden die in der Dunkelheit ausfliegenden Weibchen gelegentlich von Lichtquellen angelockt und können dann entkräftet unter Laternen gefunden werden.

 

Ansonsten findet man den noch weit verbreiteten Falter ausgesprochen selten, eher entdeckt man seine im erwachsenen Stadium grün-schwarz gefärbten, fingerdicken Raupen. Mitverantwortlich dafür dürfte die nur wenige Tage umfassende Lebensdauer der Falter sein, die nur über verkümmerte Saugrüssel verfügen, mit dem sie keine Nahrung aufnehmen können.

Raupe vom Kleinen Nachtpfauenauge (Saturnia pavonia)

 

 

 

 

 

Nagelfleck (Aglia tau)

 

Die Raupe des Nagelflecks frisst bevorzugt an Buchenlaub. Den Falter kann man im Frühjahr in den Buchenwäldern finden, wenn die Bäume ihre frischen Blätter austreiben. Dann huschen die orange-braun gefärbten Männchen im hektischen Flug meist niedrig über den Waldboden, und suchen die gut getarnt in der Vegetation und am Boden wartenden Weibchen.

 

 

 

 

 

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