Aktionsgemeinschaft "Rettet den Burgwald" e.V.
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Naturinteressierte Menschen haben es längst bemerkt: das Jahr 2018 bietet nicht nur einen "Jahrhundertsommer", auch an Insekten herrschte in den letzten Wochen im Vergleich zu den letzten Jahren kein Mangel.

Bei den seit Anfang April herrschenden optimalen Entwicklungbedingungen ist dies kein Wunder und so konnte man auch im Burgwald auffallend viele und zum Teil auch zahlreiche sonst wesentlich seltener auftretende Schmetterlingsarten finden.

Dabei gelang jetzt im zentralen Burgwald ein durchaus ungewöhlicher Fund: am Rande "unseres" Teiches südlich der Franzosenwiesen konnte ein Silbergrüner Bläuling (Polyommatus coridon), möglicherweise erstmals im Burgwald,  beobachtet werden.

Diese Art ist üblicherweise in Kalkgebieten zuhause, da hier ihre einzige Raupen-nahrungspflanze, der Hufeisenklee, vorkommt.

Das gefundene Bläulingsmännchen dürfte daher aus einer anderen Region, in der es sich entwickelt hat und wo evtl. ein "Falter-Überschuss" herrschte, eingeflogen sein. Die nächstgelegenen Vorkommen dieser Art liegen wohl im Bereich des Edersees.

 

Generell ist die Art in Hessen relativ selten, sie gilt als "gefährdet", bei uns in Mittelhessen gar als "vom Aussterben bedroht".

 

Auch wenn sich die Art bei uns wohl kaum wird etablieren können, ist mit diesem Fund bereits die 54. Tagfalterart im Burgwald beobachtet worden.

 

 

 

 

 

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