Aktionsgemeinschaft "Rettet den Burgwald" e.V.
Aktionsgemeinschaft"Rettet den Burgwald" e.V.

Renaturierungsprojekt südlich des NSG "Franzosenwiesen" Abteilung 2125 und 2129

Nach der sehr erfolgreichen Widervernässungsmaßnahme im NSG "Christenberger Talgrund" im Jahre 2000, hat die Aktionsgemeinschaft Ausschau nach einem weiteren lohnenswerten Projekt gehalten.

Südlich des NSG "Franzosenwiesen" wurde dann die geeignete Fläche gefunden.

 

 

 

 

 

In den Abteilungen 125 und 129 (nach der Forststrukturreform 2005 Abt. 2125 u. 2129) haben wir einen neuen Teich angelegt und mit dem Aushub einen 500 Meter langen Draingraben verfüllt, sowie die Fehlbestockung auf ca. 2 ha. Moorflächen entfernt.
 
 
 
 

 

Vorarbeiten

1. Baggern von Probelöchern um den Grundwasserstand und den geeignetsten Standort für den Teich zu ermitteln.
2. Anfertigung eines hydrologisch-bodenkundlichen Gutachtens mit Bohrungen zur Darstellung des Untergrundes und der endgültigen Festlegung des Teichstandortes
3. Erstellen eines vegetationsbiologischen Gutachten zur Ermittlung des Istzustandes.

 

 

 

 

 

Die Teichwiese vor den Arbeiten, im Hintergrund die Lupinenwiese, die als eutrophierte "nährstoffverseuchte" Fläche abgetragen werden musste.

 

 

 

 

 

Die Lupinenwiese (Wildwiese) im Detail.

 

 

 

 

 

Die "Lupinenwiese" nach Abtrag des Oberbodens.

 

 

 

 

 

Der ausgehobene Teich im September 2005.

 

 

 

 

 

Der Teich im November 2005.

 

 

 

 

 

Mit dem Teichaushub haben wir die Entwässerungsgräben verfüllt, die aber erst vom Bewuchs freigestellt werden mussten.
 
 
 
 
 

Auf ca. 500 Meter wurden Haupt- und Nebengräben verschlossen, die einen mit Kiefern-Fichten-Filz bestockten Moorbereich entwässerten.

 

 

 

 

 

Der entwässerte Moorbereich vor Verschließung der Gräben und Abholzung.

 

 

 

 

 

Erste Wege durch den Kiefern-Fichten-Filz wurden bereits 2004 gebaut, auch um das geplante Projekt vorstellen zu können.

 

 

 

 

 

Bei der Räumung des Moorbereichs wurde jede Hand gebraucht. Aber allein war der Aufwand nicht zu schaffen. Mit Unterstützung der Jugendkonflikthilfe Marburg und vor allem deren Rücketraktorchen haben wir die Fläche in vielen Wochen und Monaten Arbeit geräumt.
 
 
 
 
 

Das sah dann erst mal ziemlich trostlos aus, aber wir wussten ja, dass sich im Untergrund ein ca. 1,2 Meter mächtiges Torfpaket befindet.

 

 

 

 

 

Und tatsächlich hat es nur eine Vegetationsperiode gedauert, bis die Torfmoose und die anderen Feuchtpflanzen die Vorherrschaft übernahmen.
 
 
 
 
 

Der Steg nach einem Jahr.

 

 

 

 

 

Mittlerweile wird der Steg von Moosen "gefressen" und das ist gut so und ein voller Erfolg.

 

 

 

 

 

Auch Wollgrasflächen sind neu entstanden...

 

 

 

 

 

...und wunderbare Torfmoosbereiche, die ein bisschen an die untermeerischen Korallen erinnern.

 

 

 

 

 

Die Wiese ist erheblich feuchter geworden und hat ihre Vegetation schon verändert.

 

 

 

 

 

Der Teich trocknet wider Erwarten im Sommer nicht aus, sondern bleibt mit Wasser gefüllt, mit dunklem nährstoffarmen Moorwasser...
 
 
 
 
 

und wird doch bereits besiedelt mit einer Vielzahl von Lebewesen. So finden sich z.B. neben mehreren Kleinlibellen-Arten schon Populationen der Torf-Mosaikjungfer, der Kleinen Moosjungfer und der Schwarzen Heidelibelle. Am und im Teich haben sich der seltene Sumpfbärlapp, das Sumpfblutauge, der Rundblättrige Sonnentau, die Glockenheide und der Südl. Wasserschlauch angesiedelt.

 

 

 

 

 

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