Aktionsgemeinschaft "Rettet den Burgwald" e.V.
Aktionsgemeinschaft"Rettet den Burgwald" e.V.

Vögel

 

 

 

Schwarzstorch (Ciconia nigra)

Der große schwarz-weiße Storch mit dem blutroten Schnabel und den roten langen Beinen kommt im Burgwald als Brutvogel vor und bevorzugt als Brutrevier ungestörte Waldbereiche, wo er sein großes Baumnest oft auf alten Kiefern baut. Auf Waldlichtungen und in nassen Talsenken hat er sein Nahrungsbiotop, er wird aber auch in den Randgebieten auf Wiesen und an Bachläufen bei der Nahrungssuche beobachtet.

Zur Brutzeit ist er im Horstbereich sehr störungsanfällig. Beunruhigungen in der Nähe können die Tiere schnell zum Verlassen des Horstes und zur Aufgabe des Brutgeschäftes nötigen.

Ende September verlässt der Storch das Brutgebiet und zieht in sein Winterquartier nach Afrika südlich der Sahara.

Rote Liste Hessen 20015: gefährdet (3). Man geht davon aus, dass lediglich 100 bis 170 dieser imposanten Tiere die Wälder unseres Bundeslandes besiedeln.

 

 

 

Waldschnepfe (Scolopax rusticola)

Diese Schnepfenart gehörte seit altersher zum beliebten jagdbaren Federwild und wurde auch im Burgwald bis in die 80er Jahre des vorigen Jahrhunderts erlegt. Aufgrund vieler geeigneter Lebensräume ist die Art ein nicht seltener Brutvogel. Die beste Beobachtungszeit ist die Balzzeit ab Anfang März, wenn sie in der Morgen- und Abenddämmerung (Schnepfenstrich) lautstark mit den unverkennbaren Rufen ihr Revier überfliegt. In der übrigen Zeit sind Beobachtungen wegen der versteckten Lebensweise schwierig.

Rote Liste Hessen 2015: Art der Vorwarnliste (V)

 

 

 

 

 

 

Kolkrabe (Corvus corax)

Seit einigen Jahren ist diese größte Krähenvogelart mit wenigen Paaren Brutvogel im Burgwald. Sein großes Revier befliegt er schon im zeitigen Frühjahr, oft schon ab Mitte Februar, und zeigt dabei seine akrobatischen Balzflüge mit weit hörbaren und klangvollen Rufen. Seinen großen Horst kann man am besten in den noch unbelaubten Bäumen (oft alte Rotbuchen oder Eichen) entdecken.

 

 

 

 

 

 

Dohle (Coloeus monedula)

Im zentralen Burgwald ist die Dohle Folgebrüter in ausgedienten Schwarzspechthöhlen und besitzt dort eine beachtliche Kolonie. In 2005 wurden 86 Brutpaare festgestellt. Ihre Nahrung suchen die Tiere vorwiegend auf Weideland am Rande des Burgwalds, insbesondere in der Nähe von landwirtschaftlichen Tierhaltungsbetrieben.

 

 

 

 

 

 

Rotmilan (Milvus milvus)

Der über bussardgroße Greifvogel mit dem unverkennbaren Flugbild ist in der Burgwaldregion mit etwa 12 Brutpaaren noch gut vertreten. Die großen Horste dieser Art werden meist im Randbereich des Waldes, seltener im zentralen Burgwald gefunden. Sie sind in Astgabeln des Kronenbereiches hoher Laubbäume und zudem noch an der Wahl des Baumaterials (Textil- und Plastikfetzen) leicht zu finden und zu bestimmen. Das Jagdgebiet des Rotmilans ist das offene, landwirtschaftlich genutzte Gelände und auch Ortsrandbereiche rund um den Burgwald. Als Zugvogel verlässt er das Brutgebiet ab Ende September und kehrt schon oft Anfang Februar aus seinem Überwinterungsgebiet im Mittelmeerraum zurück. Hin und wieder werden auch überwinternde Rotmilane beobachtet.

Rote Liste Hessen 2015: Art der Vorwarnliste (V).

 

 

 

 

 

 

Raufußkauz (Aegolius funereus)

Der Raufußkauz bevorzugt als Lebensraum große, reich strukturierte Mischwälder, in denen er, wie auch die Hohltaube, gerne verlassene Schwarzspechthöhlen zum Brüten nimmt. Im Burgwald findet er ideale Lebensbedingungen und erreicht hier eine hohe Siedlungsdichte. Bei der Grunddatenerhebung in 2005 wurden 48 Brutpaare nachgewiesen. Von Januar bis April kann man den markanten Reviergesang nach Einbruch der Dunkelheit im Wald vernehmen.

Der Raufußkauz ist das "Wappentier" der Aktionsgemeinschaft.

 

 

 

 

 

Sperlingskauz (Glaucidium passerinum)

Unsere kleinste heimische Eulenart wurde zwar nur mit drei Brutpaaren im Burgwald nachgewiesen, anhand von rufenden Tieren wurden jedoch fast 30 Reviere gezählt (2005).

 

 

 

 

 

Raubwürger (Lanius excubitor)

 

Vereinzelt wurden in der Vergangenheit Bruten im Burgwald nachgewiesen. Häufiger wird diese Art allerdings als Durchzügler oder Wintergast in den Randbereichen angetroffen.

 

Rote Liste Hessen 2015: vom Aussterben bedroht (1)

 

 

 

 

 

Fichtenkreuzschnabel (Loxia curvirostra)

Die Häufigkeit seines Vorkommens ist u.a. abhängig von der Zapfentracht der Nahrungsbäume (Nadelhölzer), so dass der Bestand dieser Art starken Schwankungen unterliegt. Im Burgwald kann die Art ganzjährig, aber nicht besonders häufig beobachtet werden.

 

 

 

 

 

Erlenzeisig (Carduelis spinus)

Der muntere, ruffreudige Vogel lässt sich besonders im Herbst und Winter in den mit Erlen und Birken bewachsenen Talgründen und den Randzonen des Burgwalds beobachten. Besondere Aufmerksamkeit erregt er, wenn er in kleineren Trupps in den fruchtenden Bäumen einfällt. Da er das ganze Jahr über im Burgwald angetroffen werden kann, zählt er wahrscheinlich zu den hiesigen Brutvögeln. 

 

 

 

 

  

Schwarzspecht (Dryocopus martius)

Von unserer größten heimischen Spechtart wurden 2005 im Burgwald 66 Brutpaare nachgewiesen!

 

Zahlenangaben stammen aus : Vogelkundliche Hefte Edertal 32 (2006); Autoren: Michael Hoffmann u. Ralph Lösekrug, Mitarbeiter von Hessen-Forst FENA- Fachbereich Naturschutz; Grunddatenerhebung Natura 2000, Vogelschutzgebiet Burgwald.

 

 

 

 

 

Grauspecht (Picus canus)

Rote Liste Hessen 2015: stark gefährdet (2) 

 

 

 

 

 

Zwergtaucher (Tachybaptus ruficollis)

Rote Liste Hessen 2015: gefährdet (3)

 

 

Die Fotos zu den obigen Artportraits wurden freundlicherweise zur Verfügung gestellt von

Gerhard Kalden, Frankenberg  www.Kalden-Naturfoto.de

 

 

 

 

 

Rebhuhn (Perdix perdix)

Der Lebensraum des Rebhuhns ist die kleinflächige, reich strukturierte Kulturlandschaft des Tieflandes. Da in der Vergangenheit (und noch heute?) viele Ackerraine, Feldgehölze, Hecken, Hochstaudenbereiche und Brachflächen zu Gunsten einer intensiv betriebenen Landwirtschaft mit großmaschinen-konformer Produktionsfläche verschwanden, ist das Rebhuhn inzwischen selten geworden. Die Rote Liste Hessens führt diese Art als stark gefährdet (2).

Das oben gezeigte Tier befand sich, leichtsinnigerweise, auf der Kreisstraße zwischen Mellnau und Simtshausen.

 

 

 

 

 

Steinkauz (Athene noctua)

Der Steinkauz besiedelt eher die den Burgwald umgebende Kulturlandschaft, vor allem wenn sie Streuobstwiesen, Dauergrünland und einzeln stehende alte Bäume aufweist. Auch in den Randbereichen von noch bäuerlich geprägten Dörfern, wo z. B. alte Scheunen Nistmöglichkeiten bieten, findet man zuweilen diese eher kleine Eule. Der Bestand des Steinkauzes hat gebietsweise in den letzten Jahren stark abgenommen.

In der hessischen Roten Liste wird diese Art in der Vorwarnliste (V) geführt.

 

 

 

 

  

Uhu (Bubo bubo)

Nachdem der Bestand des Uhus in den 80er Jahren hessenweit bei unter zehn Brutpaaren lag, kann unsere größte heimische Eulenart, nicht zuletzt durch besondere Schutzmaßnahmen, inzwischen häufiger beobachtet werden. Derzeit wird der Bestand für Hessen wieder mit über 100 Brutpaaren angegeben. Auch im Bereich des Burgwaldes konnten in den letzten Jahren regelmäßig 1-2 Brutpaare beobachtet werden, welche erfolgreich ihren Nachwuchs aufzogen.

 

 

 

 

 

Schleiereule (Tyto alba)

Die Schleiereule gilt hierzulande als Kulturfolger, welche in ländlichen Gebieten gerne in Kirchtürmen und größeren Gebäuden, wie in alten Scheunen, brütet. Die Nähe zu Wäldern wird von ihr hingegen gemieden, da dort die Konkurrenz zu Waldkäuzen zu groß sein kann. Sie bevorzugt die offenen, strukturreichen Kulturlandschaften mit vorwiegend extensiver Landwirtschaft, in denen ihre Hauptnahrung, die Feld- und Wühlmäuse, ihren Lebensraum findet. Ein einziges Schleiereulenpaar kann in einer Brutsaison bis zu 3000 Mäuse fangen. 

Als Folge der Modernisierung und Intensivierung der Landwirtschaft sind die Bestände der Schleiereule in den vergangenen Jahren zurückgegangen. Die aktuelle Rote Liste der Brutvogelarten Hessens führt die Schleiereule als gefährdete Art. Ihr Bestand in Hessen wird auf 600 bis 800 Brutpaare geschätzt.

 

 

 

 

 

Feldsperling (Passer montanus)

Wie sein Vetter der Haussperling, oder auch wie Mehl- und Rauchschwalbe, muss diese "Allerweltsart" aufgrund dramatischer Bestandseinbußen in den letzten Jahrzehnten inzwischen in der Roten Liste der bestandsgefährdeten Brutvogelarten geführt werden. (Art der Vorwarnliste, (V))

 

 

 

 

 

Gimpel oder Dompfaff (Pyrrhula pyrrhula)

Ein Gimpel-Paar bei der winterlichen Suche nach Sämereien. Das Männchen ist leicht an der leuchtend roten Unterseite zu erkennen.

 

 

 

 

 

Weidenmeise (Parus montanus) 

(Foto: Kolja Specht)

Rote Liste Hessen 2015: Art der Vorwarnliste (V)

 

 

 

 

 

Schwanzmeise (Aegithalos caudatus)

 

 

 

 

 

Tannenmeise (Parus ater)

 

 

 

 

 

Blaumeise (Parus caeruleus)

 

 

 

 

 

Kleiber (Sitta europaea)

Neben den üblichen "Verdächtigen", wie Meise oder Amsel, kann sich bei der Suche nach Fressbarem an der Futterstelle im Garten im Winter gelegentlich auch der Kleiber einfinden. Er bewohnt nicht nur Laub- und Mischwälder, sondern findet sich auch in Parks und Gärten innerhalb menschlicher Siedlungen.

Seine Nester baut er in Hohlräume von Bäumen, z.B. in alte Spechthöhlen, aber auch gerne in Nistkästen. Die Eingänge dieser Höhlen baut er sich nach seinen Bedürfnissen zurecht- so werden zu große Höhleneingänge von ihm bis auf ein kleines Schlupfloch mit Lehm zugemauert ("Kleibern"= kleben).

Als Baumbewohner bestens an seinen Lebensraum angepasst, sieht man den Kleiber häufig an Stämmen und Ästen herumklettern, auch an deren Unterseiten und abwärts mit dem Kopf nach unten.

 

 

 

 

 

Rotkehlchen (Erithacus rubecula)

Das Rotkehlchen zählt zu unseren bekanntesten und weit verbreiteten Singvögeln. Es ist nur wenig scheu und auch in Gärten und Parks im Siedlungsbereich häufig zu finden.

 

 

 

 

 

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