Aktionsgemeinschaft "Rettet den Burgwald" e.V.
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Tagfalter Teil II

Die Rote Liste der Tagfalter Hessens aus dem Jahr 2009 gibt für unser Bundesland nur 104 bodenständig vorkommende Tagfalterarten an. Hinzu kommen noch einige "Streuwanderer", welche zwar in Hessen nachgewiesen wurden aber hier vermutlich keine Nachkommen entwickeln. Allerdings stehen dieser Zahl schon 27 Arten gegenüber, die ursprünglich ebenfalls bei uns heimisch waren, inzwischen aber schon als ausgestorben oder verschollen gelten. Lediglich weniger als ein Drittel der hessischen Tagfalter (= 28 Arten) sind ungefährdet.

 

Im Folgenden möchten wir einige (Tag-)Falter vorstellen, die im Bereich des Burgwaldes (noch) entdeckt werden können:

 

 

 

Admiral (Vanessa atalanta)

Der unverwechselbar gefärbte Admiral wandert alljährlich im Mai/ Juni aus Südeuropa zu uns nach Deutschland ein. Hier bildet er eine bis zwei neue Generationen, wobei sich seine Raupen wohl ausschließlich von Brennesseln ernähren. Die erwachsenen neuen Falter begeben sich im Herbst wiederum erneut auf den Weg zurück in den Süden. Die Vorstellung, dass die Falter über hunderte von Kilometern ziehen und dabei selbst das höchste Gebirge des Kontinents überqueren, erzeugt einen gewissen Respekt gegenüber diesen vermeintlich zerbrechlichen Tieren. Das Wanderverhalten selbst birgt noch immer offene Fragen über seine Steuermechanismen. In den letzten Jahren ließen sich jedoch vermehrt Falter beobachten, die nicht die Rückwanderung antraten und denen offenbar die Überwinterung auch in unseren Breiten gelang.

 

Den Admiral findet man im Sommer besonders häufig in Gärten, wo er mit Vorliebe an Sommerflieder Nektar saugt. Im Herbst bietet Fallobst eine energiereiche Nahrungsquelle für den Flug zurück in den Süden.

Die Puppe des Admirals zeigt die für die meisten Edelfalter typischen metallisch glänzenden Flecken. Als so genannte Stürzpuppe hängt sie, mit dem Hinterende fest an Pflanzenteilen verankert, frei in der Vegetation, meist direkt an den Raupennahrungspflanzen. Man kann sie bei uns bis weit in den Herbst hinein finden.

 

 

 

 

 

Distelfalter (Vanessa cardui)

Auch der Distelfalter zählt wie der Admiral zu den Wanderfaltern und immigriert im Frühling und Frühsommer aus weiter südlich liegenden Gebieten nach Mitteleuropa. Dabei legt der Distelfalter sogar einen noch weiteren Weg zurück, denn seine Ursprungsgebiete liegen im nördlichen Afrika und sogar südlich der Sahara! Zu uns einwandernde Falter können sowohl aus Afrika stammen oder gehören zu den bereits in Südeuropa gezeugten Nachkommen der afrikanischen Tiere. Offenbar schon im Hochsommer begeben sich dann die ersten bei uns herangewachsenen Falter wieder auf den Rückweg in den Süden. Eine Überwinterung in Mitteleuropa und auch im nördlichen Südeuropa ist für diese Schmetterlingsart wohl (bislang?) nicht möglich. Als Futterpflanzen für die Raupen dienen nicht nur diverse Distelarten (Name!), sondern auch Brennessel, Malven, Wegerich, Klette und weitere krautige Pflanzen.

 

 

 

 

 

Tagpfauenauge (Nymphalis io)

Das unverwechselbar gefärbte Tagpfauenauge ist der wohl bekannteste heimische Tagfalter. Man findet ihn bereits im zeitigen Frühjahr, wenn die ersten warmen Sonnenstrahlen die überwinternden Tiere aus ihrer Winterruhe "erwecken". Wie der Kleine Fuchs ist auch das Tagpfauenauge während der kalten Jahreszeit mitunter in Schuppen und auf Dachböden zu finden, wo es einen Überwinterungsplatz sucht. Der Falter besitzt eine weite Verbreitung, man findet ihn sowohl auf sonnigen Waldwegen als auch in Gärten und Parkanlagen im Siedlungsbereich.

Die schwarzen, mit feinen weißen Pünktchen und kräftigen Dornen versehenen Raupen fressen ausschließlich an der Großen Brennessel.

 

 

 

 

 

C-Falter (Nymphalis c-album)

Der C-Falter fällt durch seine grob gezackten Flügelränder auf. Seinen Namen verdankt er einem kleinen, weißen, c-förmigen Fleck (Makel) auf der Unterseite seiner Hinterflügel.

Man findet den Falter gewöhnlich in der Nähe von Gehölzen: an Waldrändern, auf Waldwegen und Lichtungen, an Hecken und Gebüschen.

Die Raupen wachsen auf Sal-Weide, Hasel, Ulme, diversen Beeren-Sträuchern, Hopfen und später im Jahr auf Brennessel heran. Es entwickeln sich pro Jahr zwei Generationen. Die Überwinterung erfolgt als Falter, so dass auch diese Art im darauffolgenden Jahr zu den "Frühlingsboten" gehört.

 

(Dank an G. Steckbauer, Schönstadt für das Ermöglichen des Raupen-Fotos.)

 

 

 

 

 

Großer Fuchs (Nymphalis polychloros)

Wesentlich seltener als seinen Vetter, den Kleinen Fuchs, bekommt man in unserer Region den Große Fuchs zu Gesicht. Die größten Chancen bestehen im Frühling, wenn nach erfolgter Überwinterung die Männchen ihre Reviere an geeigneten Stellen besetzen. Er besiedelt sonnige Waldränder, Gebüsche und Streuobstwiesen. Gerne benutzt er die Stämme von Bäumen als Sitzwarten, wo er mit zur Sonne ausgerichteten Flügeln Wärme tankt. Die Raupen fressen im Frühsommer an Weiden (hauptsächlich Sal-Weide), Ulmen, Kirsche und Birne. 

(Dank an G. Steckbauer für das Ermöglichen des Raupenfotos.)

 

Neben dem deutlichen Größenunterschied und der weniger "leuchtenden" Grundfarbe besitzt der Große Fuchs auf seinen Vorderflügeln vier isolierte dunkle Punkte, der Kleine Fuchs hingegen nur drei. Auch fehlt ihm die schwärzliche Basis des Hinterflügels.

Nach der Roten Liste Hessens 2009 gilt der Große Fuchs als "gefährdet" (3).

 

 

 

 

 

Kleiner Fuchs (Aglais urticae)

Der Kleine Fuchs zählt zu den bekanntesten und am weitesten verbreiteten heimischen Tagfaltern. Er fliegt sowohl im offenen Gelände als auch auf Waldlichtungen oder entlang von Forstwegen und Schneisen. Häufig ist er auch in Gärten anzutreffen. In Kellern, auf Dachböden oder in Gartenschuppen finden sich im Winter nicht selten ruhende Falter, die hier die kalte Jahreszeit versuchen zu überstehen. Solche Tiere sollte man nicht stören und auch nicht versuchen in wärmere Räumlichkeiten "umzusiedeln". Diese Überwinterer gehören dann wieder zu den früh im Jahr erscheinenden Schmetterlinge. Bis zum Oktober entstehen mehrere Generationen, deren Raupen sich von Brennesseln ernähren.

 

 

 

 

 

Landkärtchen (Araschnia levana)

Das Landkärtchen gehört zu den verbreiteten Tagfalterarten, deren Raupen sich ausschließlich von Brennesseln ernähren (wie auch Kleiner Fuchs, Tagpfauenauge, Admiral,...).  Die beiden sich pro Jahr entwickelnden Falter-Generationen unterscheiden sich oberseits stark in ihrem  Aussehen, was weniger erfahrenen Beobachtern mitunter die Bestimmung erschwert. Die Frühlingsgeneration hat eine orange-braune Grundfarbe mit schwarzer Flecken-Zeichnung (Foto oben), die Sommergeneration besitzt dagegen eine schwarze Grundfärbung mit weißen und orangen Bändern (Foto unten).

Beide Generationen tragen auf den Flügelunterseiten allerdings eine Zeichnung aus feinen Linien, Bändern und Flecken. Sie erinnert angeblich an eine Landkarte und gab dem Falter seinen deutschen Namen.

Einzigartig unter den Schmetterlingen ist die Art und Weise, wie das Landkärtchen seine Eier auf den Nahrungspflanzen der Raupen platziert: auf der Unterseite von Brennnesselblättern schichtet es die Eier zu kunstvollen Türmchen auf!

Die unter dem Brennesselblatt hängenden Stürzpuppen des Landkärtchens weisen metallisch glänzende Flecken auf.

 

 

 

 

 

Großer Eisvogel (Limenitis populi)

Einen Großen Eisvogel (Limenitis populi) im Burgwald zu entdecken, ist schon ein ausgesprochener Glücksfall.

Dabei ist dieser Schmetterling nicht etwa unscheinbar oder leicht zu übersehen. Im Gegenteil, der Große Eisvogel ist der größte einheimische Tagfalter und mit seinen fast zehn Zentimetern Flügelspannweite und seiner wunderbaren Färbung eine überaus imposante Erscheinung. Allerdings ist diese schöne Falterart inzwischen deutschlandweit sehr selten geworden.

Er ist ein typischer Waldbewohner, der lichte Misch- und Auwälder mit größeren Beständen von Zitter- und auch Schwarz-Pappeln besiedelt. Die Pappel-Arten, vor allem die Zitter-Pappel, sind die ausschließlichen Nahrungspflanzen für die Raupen des Großen Eisvogels und bei der Eiablage stellt das Falterweibchen ganz besondere Ansprüche an den Standort und die Größe dieser Nahrungspflanzen.

Wichtig sind für die fertig entwickelten Falter auch in der Nähe befindliche, nicht befestigte und möglichst wenig befahrene Waldwege. Diese werden als Sitz- und Trinkplätze genutzt (Pfützen). Auch nimmt der Falter hier an geeigneten Stoffen wie Aas und Kot Mineralien auf. Auf Blüten wird man diesen Schmetterling zur Nahrungsaufnahme hingegen niemals finden!

Seinen Namen verdankt der Große Eisvogel wohl der blauweißen Färbung an der Basis seiner Hinterflügel-Unterseite. In den Roten Listen für Hessen 2009 und Deutschland 2011 wird dieser wunderschöne Falter als "stark gefährdet" (2) geführt.

 

 

 

 

 

Großer Schillerfalter (Apatura iris)

Zu den eindrucksvollsten heimischen Falterarten zählt zweifelsohne der Große Schillerfalter, dessen Flügeloberseiten beim Männchen, je nach Lichteinfall, in einem mehr oder minder intensiven Blau "schillern".

Seine Raupen fressen an verschiedenen Weiden-Arten, so dass dieser Falter vornehmlich in oder am Rande von Laub- und Mischwaldgesellschaften zu finden ist.

(Dank an G. Steckbauer für das Ermöglichen des Raupenfotos.)

 

Die Falter besuchen nur sehr selten Blüten. Häufiger lassen sie sich am Boden beim Saugen an feuchter Erde, Exkrementen oder an Aas beobachten, wo sie ihren Bedarf an Mineralstoffen decken, oder gar wie hier auf einem PKW.

In den Roten Listen Hessen 2009 und BRD 2011 steht der inzwischen eher seltene Große Schillerfalter auf der Vorwarnliste (V)

 

 

 

 

 

Waldbrettspiel (Pararge aegeria)

Das Waldbrettspiel ist- wie der Name schon verrät- eine typische Waldart. Man findet diesen Falter an Waldrändern, auf Forstwegen, auf Schneisen und Lichtungen und selbst inmitten von Waldbeständen, sofern diese noch ein wenig Sonne bis auf den Boden hindurchlassen. Diese mitunter nur wenige Quadratmeter großen "Sonnenflecken" dienen den Männchen als Revier, welches von einer Sitzwarte aus "überwacht" wird.

Die Falter setzen sich auch häufig auf den Waldboden, wo sie durch ihre bräunliche Färbung hervorragend getarnt sind. Die Raupen dieser bei uns noch verbreiteten Falterart entwickeln sich an verschiedenen Gräsern.  

 

 

 

 

 

Mauerfuchs (Lasiommata megera)

Der Mauerfuchs ist eine wärmeliebende Falterart. Er tritt daher vorwiegend an sonnenexponierten und trockenen Abschnitten von Hängen und Böschungen, Wegerändern, Waldrändern und -wegen und Heckensäumen auf. Bevorzugt werden dabei solche Bereiche, die vegetationsfreie Stellen, wie Felsen, Sand, Kies, offenes Erdreich in Form von Tritt- und Fahrspuren u.ä. aufweisen. Diese Orte werden, ebenso wie Zaunpfähle, Mauern oder Häuserwände, gerne zum Sonnenbad aufgesucht.

Die unauffälligen grünen Raupen entwickeln sich an Gräsern und überwintern fast erwachsen. In der RL Hessen 2009 wird der Mauerfuchs als eine Art der Vorwarnliste (V) geführt.

 

 

 

 

 

Kleines Wiesenvögelchen (Coenonympha pamphilus)

Auch wenn diese Art als noch nicht gefährdet bezeichnet wird, ist doch in den letzten Jahrzehnten eine deutliche Verschlechterung der Bestandsituation dieses unauffälligen Falters zu beobachten. Das Kleine Wiesenvögelchen besiedelt ein breites Spektrum an offenen, grasigen Biotopen. Die Flugzeit des Falters reicht mit zwei bis drei Generationen von Mai bis Oktober. Die sich an verschiedenen Gräsern entwickelnden Raupen überwintern wohl halb erwachsen.

 

 

 

 

 

Weißbindiges Wiesenvögelchen (C. arcania)

Diese Tagfalterart bevorzugt als Lebensraum vor allem trockene, warme und ungedüngte Saumbiotope, Übergangsbereiche von möglichst selten gemähten Grasfluren zu Hecken und Gehölzen (strukturreiche Hecken- und Waldränder, Waldwege und Schneisen, Lichtungen, Wachholder-heiden, Streuobstwiesen...). Die Flugzeit liegt zwischen Ende Mai und Ende Juli, wobei sich nur selten eine zweite Generation entwickelt. Die unauffällige grüne Raupe frisst an Gräsern und überwintert halb erwachsen. RL Hessen 2009: Art der Vorwarnliste (V), in Baden-Württemberg bereits gefährdet.

 

 

 

 

 

Schornsteinfeger (Aphantopus hyperantus)

Der Schornsteinfeger (auch Brauner Waldvogel genannt) fliegt von Ende Juni bis August. Er ist weit verbreitet und tritt an geeigneten Stellen (z.B. Brombeerhecken...) im Hochsommer mitunter sehr zahlreich auf und bildet die individuenstärkste Falterart. Seine Raupen ernähren sich von verschiedenen Gräsern und überwintern halb erwachsen.  

Seinen deutschen Namen verdankt der Schornsteinfeger offensichtlich seiner dunkelbraunen Flügeloberseite.

 

 

 

 

 

Großes Ochsenauge (Maniola jurtina)

Auch das Große Ochsenauge gehört noch zu den weit verbreiteten und eher häufigen Tagfaltern, welches ein breites Spektrum an nicht zu intensiv bewirtschafteten Graslandbiotopen besiedelt. Auch entlang von Forstwegen ist es mitunter tief innerhalb von Waldgebieten zu finden. Die Raupen fressen an vielen verschiedenen Gras-Arten. 

Wie bei vielen anderen Falterarten sind auch beim Großen Ochsenauge die Geschlechter unterschiedlich gefärbt. Das obere Foto zeigt ein Männchen, die auf der Hinterflügel-Unterseite meist zwei deutliche Punkte aufweisen. Bei den Weibchen (Foto unten) sind diese Punkte reduziert oder fehlen zuweilen völlig. Zudem sind die Weibchen im Ganzen kontrastreicher gefärbt als die Männchen.

 

 

 

 

 

Rundaugen-Mohrenfalter (Erebia medusa)

Aufgenommen im nördlichen Burgwald.

Rote Liste Hessen: "stark gefährdet" (2)

 

 

 

 

 

Schachbrettfalter (Melanargia galathea

Das Schachbrett ist einer der auffälligsten "Sommerfalter" und findet sich vorwiegend auf wenig gedüngten und blumenreichen Grasbiotopen im Offenland aber auch entlang von Waldrändern und -wegen. Die intensiv betriebene Landwirtschaft und die "Pflege" auch von ungenutzten Grünflächen haben auch diese Art inzwischen deutlich dezimiert. Die weiblichen Falter legen ihre Eier bevorzugt in ungemähten Grasbeständen ab, die sich entwickelnden Raupen leben an verschiedenen Gräsern und überwintern als Jungraupe.

Auch die Flügelunterseiten des Schachbrettfalters sind ausgesprochen attraktiv. Bei frischen Faltern weisen die Augenflecke einen leicht bläulichen Kern auf.  Foto unten: Kopula

 

 

 

 

 

Kleiner Würfel-Dickkopffalter (Pyrgus malvae)

Man braucht schon eine Portion Glück und ein gutes Auge, will man den Kleinen Würfel-Dickkopfalter im Burgwald entdecken. Er zählt zu den eher seltenen Arten und ist einer unserer kleinsten einheimischen Tagfalter. Er findet sich meist an trockenwarmen Standorten entlang von Waldwegen und -rändern, auf Magerrasen und Heiden. Wichtig sind dabei Lücken in der Vegetation mit freien Bodenstellen. Die Raupen ernhren sich von Odermenning, Wald-Erdbeere, Fingerkraut u.a.. Die Roten Listen Hessen 2009 und BRD 2011 führen diese Art in der Vorwarnliste (V).  

 

 

 

 

 

Malven-Dickkopffalter (Carcharodus alceae)

Der Malven-Dickkopffalter besiedelt offene Biotope mit sonnigen Beständen von Malvengewächsen, vornehmlich in Brachen, Säumen, an Straßenrändern und auf Ruderalflächen. Die Raupen "bauen" sich auf den Pflanzen kleine Blatt-Tüten, in die sie sich zurückziehen und welche sie nur zum Fressen, meist nachts, verlassen. Die Überwinterung erfolgt als erwachsene Raupe. 

In Ruhe nimmt der Falter eine etwas eigentümliche Haltung ein.

Die übertrieben häufige "Pflege" seiner Lebensräume durch Mahd oder Mulchen hat diesen kleinen Falter inzwischen selten werden lassen. In Hessen gilt diese Art als "gefährdet" (3).

 

 

 

 

 

Gelbwürfeliger Dickkopffalter (Carterocephalus palaemon)

Dickkopffalter sind sehr kleine Tagfalter, mit einem meist sehr schnellen, hektischen Flug. Beim flüchtigen Hinsehen erinnern sie eher an Fliegen denn an Schmetterlinge. Die Flugzeit des Gelbwürfeligen Dickkopffalters beginnt bereits im Mai und endet wieder im Juli. Er findet sich vor allem in Saumbereichen von Wäldern, Feldgehölzen und Hecken, auf Schneisen, Lichtungen und Kahlschlägen. Wichtig sind ungemähte Wiesenstreifen mit robusten Grasarten, die als Raupennahrungspflanzen dienen. Im Herbst spinnt sich die Raupe ein Grasblatt zu einer Röhre und verbringt darin den Winter. In Hessen eine Art der Vorwarnliste (V).

 

 

 

 

 

Rostfarbiger Dickkopffalter (Ochlodes sylvanus)

Als eine Art des Offenlandes findet man diesen Falter ab Ende Mai auf unterschiedlichen Bereichen des Graslandes und auf Brachflächen. Die Raupen fressen an verschiedenen Grasarten und überwintern ebenfalls halberwachsen in einem zu einer Röhre zusammengesponnen Grasblatt.

 

 

 

 

 

Braunkolbiger Braun-Dickkopffalter (Thymelicus sylvestris)

 

 

 

 

 

Schwarzkolbiger Braun-Dickkopffalter (Thymelicus lineola)

Äußerlich lassen sich die beiden Braun-Dickkopffalter-Arten lediglich durch die unterschiedliche Färbung der Fühlerkolben-Unterseiten voneinander unterscheiden.

 

 

 

 

 

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