Burgwald aktuell



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Weihnachtsfeier am Freitag, d. 2.12. ab 19:00 Uhr im Restaurant Peperoni in Wetter (B 252 Ecke K1).

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Unser nächster Arbeitseinsatz:

Samstag, 3.12., 13:00 Uhr:

Freistellen eines Standortes des Kleinen Wintergrüns.

Treffpunkt: Wanderparkplatz am Forsthaus Dammberg (Revierförsterei Wetter, ehemals Revierförsterei Mellnau)

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Pressemitteilung vom17.11.16

zu Genehmigung Wasserrecht im Wohratal

 

RP Gießen genehmigt dem ZMW den Wasserhandel aus Wohratal-

Finanzen wird Vorrang vor Klimaanpassung und Umweltschonung eingeräumt

 

Jetzt ist es amtlich: Der Zweckverband Mittelhessischer Wasserwerke darf Grundwasser aus der Wohratalaue nach Frankfurt verkaufen.

 

Mit der jetzt erteilten Genehmigung des RP Gießen kann sich der ZMW den schon 1999 in seinem Strategiepapier gehegten Wunsch nach Einstieg in den überregionalen Wasserhandel erfüllen. Auf Druck der Umweltverbände hat der Regierungspräsident für die beantragte Exportmenge allerdings nur eine jederzeit wieder einziehbare Erlaubnis ausgesprochen. Zudem darf der ZMW bei seiner Wasserförderung definierte Grenzgrundwasserstände nicht unterschreiten. Ob diese den Naturraum wirklich schützen können, werden allerdings erst die Trockenperioden der nächsten Jahre zeigen.

 

Damit können die Aktionsgemeinschaft 'Rettet den Burgwald' und die Schutzgemeinschaft Vogelsberg jetzt in Ruhe auch juristisch prüfen lassen, inwiefern der Export des Naturgutes nach Rhein-Main überhaupt zulässig ist. Hieran bestehen berechtigte Zweifel, da schon die Begründung des Wasserrechtsantrages, das Wohratalwasser würde in Rhein-Main für die Versorgungssicherheit benötigt, falsch ist.

Zu klären ist vor allem, ob die wirtschaftlichen Interessen des ZMW als Lieferant und der Hessenwasser GmbH & Co. KG als Kunde Vorrang vor gesetzlichen Vorgaben wie dem Wasserhaushaltsgesetz und dem Hessischen Wassergesetz besitzen dürfen. Zudem unterläuft der Verkauf von angeblichem 'Überschusswasser' gleich mehrere Kriterien der Umweltschonenden Grundwassergewinnung, die von den Genehmigungsbehörden eigentlich anzuwenden wären.

 

Die Umweltverbände werden die jetzt anstehende Auseinandersetzung vor dem Hintergrund einer recht verfahrenen Situation führen müssen. Denn der ZMW hat sich selbst und die Genehmigungsbehörden durch den voreiligen Bau der neuen Verbindungsleitung zur OVAG unter Zugzwang gesetzt und versucht durch den Wasserexport die Investition in Höhe von ca. 12 Mio. Euro zu finanzieren.

 

Das Steigern seiner Einnahmen soll offensichtlich auch die Zahlungsausfälle der größten ZMW-Anteilseigner Gießen und Marburg kompensieren, da diese die ursprünglich vereinbarten Wassermengen aufgrund ihrer guten Eigenversorgung nicht mehr abnehmen. Durch ihre Eigengewinnung sind deren Stadtwerke kurioserweise die größten Konkurrenten des ZMW.

 

Zudem besteht für die Stadtwerke Gießen jetzt die Möglichkeit, ebenfalls eigenes Wasser nach Rhein-Main zu exportieren. Der Durchmesser der neuen Verbindungsleitung zur OVAG wäre dafür jedenfalls groß genug.

 

Letztendlich aber liegt die Entscheidung, ob das Grundwasser aus dem Wohratal zur Handelsware degradiert wird bei den politisch Verantwortlichen und nicht bei den Betriebswirtschaftlern des ZMW. Sie müssen entscheiden, ob ihnen kurzzeitige finanzielle Vorteile des ZMW wichtiger sind als das Schonen der Grundwasservorräte zugunsten des wasserabhängigen Naturraumes.

Zumindest die Stadtverordneten der Stadt Wetter, selbst Mitglied im ZMW, haben dies bereits getan und einstimmig eine Resolution gegen den Wasserverkauf aus Wohratal verabschiedet. Ihnen ist offensichtlich klar, dass ohne das Beschränken der Grundwasserförderung auf den unbedingt erforderlichen Umfang die notwendige Anpassung an den immer heftiger ausgeprägten Klimawandel nicht funktionieren wird.

Für den Fortbestand der Erlaubnis zum Wasserexport aus dem Wohratal wird die Stunde der Wahrheit somit erst noch kommen.

 

 

 

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Am 11. und 12. 7. begleiteten wir eine Schülergruppe der Edertalschule in Frankenberg in den Burgwald, die sich dort im Rahmen einer Projektwoche dem Thema Wald und Moor widmete. Geleitet wurde die Gruppe von der Lehrerin und unserem Vereinsmitglied Dr. Vroni Retzer.

Zum Abschluss der Projektwoche wurde von den Schülern eine kleine Präsentation erstellt und diese in der Schule vorgestellt:


http://www.edertalschule.de/faecher/erdkunde/837-aktiv-in-wald-und-moor.html 



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Auch auf dem Grenzegang zu Wetter war die Aktionsgemeinschaft "stark" vertreten:


http://www.wetter-hessen.de/Leben-in-Wetter/Gesellschaft-Soziales/Grenzegang/Pressemitteilungen-Grenzegang/Top-Spots-heute-Wettersches-Urgestein-wird-von-seinem-Sohn-gehoben-und-The-Great-Migration-durch-die-Bach.php?object=tx%7c2322.1&ModID=7&FID=2322.9522.1&NavID=2322.241&La=1         



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Nach dem Artikel in der Oberhessischen Presse vom 13.12.2014 "Jährlich dürfen 7,8 Millionen Kubikmeter fließen", in welchem über die vorläufige Erteilung der Wasserrechte für das Wasserwerk Wohratal durch den RP berichtet wird, hat die Aktionsgemeinschaft am 16.12.2014 dazu folgende Pressemitteilung veröffentlicht: 

Die Mengenanpassung nach unten für das Wasserwerk Wohratal war längst überfällig. In seinem Übergangsbescheid hat das Regierungspräsidium Gießen die weit überdimensionierten Wasserrechte des ZMW im Wasserwerk Wohratal nun erheblich gekürzt. Überfällig war diese Maßnahme schon längst, da die realen Fördermengen des ZMW in den letzten 20 Jahren zwischen 6 Mio. und 8 Mio. Kubikmetern/Jahr schwankten, ihm aber bis Dezember 2014 immer noch eine Entnahmemenge von 11 Mio./Jahr, und damit mindesten 3 Mio. Kubikmeter zu viel, bewilligt waren. Da solche Überhangmengen aber untersagt sind, ist damit jetzt endlich Schluss.

Anscheinend tragen die intensiven Aktivitäten der Naturschützer nun doch Früchte:

Für diese gesetzeskonforme Kürzung haben die Aktionsgemeinschaft „Rettet den Burgwald“ und die Schutzgemeinschaft Vogelsberg seit 2013 mit großem Einsatz gekämpft. Sowohl gegenüber dem Regierungspräsidium als auch im Umweltministerium als Oberste Wasserbehörde wurde klargestellt, dass Mengen, die über 8 Mio. m³/Jahr hinausgehen, für die Versorgungssicherheit des ZMW-Verbandsgebietes auch in Zukunft nicht benötigt werden, und damit auch nicht genehmigungsfähig sind. Zudem treten in der Wohratalaue offensichtlich in dem Maße ökologische Schäden auf, in dem die Fördermengen erhöht werden. Dieser Position zum Schutz des Naturraumes haben sich mittlerweile wohl auch einige betroffene Kommunen der Region angeschlossen.

Auch im Anhörungsverfahren zum neuen Wasserrechtsantrag des ZMW am 20. November 2014 haben die Naturschützer daher vehement die erforderliche Mengenanpassung nach unten gefordert. Sie wiesen zudem nach, dass die neu beantragte Fördermenge von 9,8 Mio. m³/Jahr (statt 11 Mio m³/Jahr) tatsächlich eine Steigerung der Förderung um fast 40 % bedeute und ebenfalls weit über dem nachgewiesenen Bedarf des ZMW liege.

Der nicht-öffentliche Erörterungstermin vom RP Gießen wurde sehr parteiisch zugunsten des ZWM durchgeführt. Vorsorglich hat die Aktionsgemeinschaft Widerspruch gegen einen Bescheid angekündigt, der Fördermengen über einen belastbaren Bedarfsnachweis hinaus genehmigen würde. Den Mehr-„Bedarf“ an Wasser mit einem Liefervertrag an die OVAG und Weiterlieferung ins Rhein-Main-Gebiet zu begründen, halten Aktionsgemeinschaft und SGV, bei Wasserverlusten von 20 Millionen Kubikmetern im Rhein-Main-Gebiet, für ökologischen bedenklich (allein die Transportkosten) und die Begründung rein kommerziell.

Diese sind mit dem Übergangsbescheid des RP Gießen über maximal 7,8 Mio. m³/a nun vorerst vom Tisch.

Es steht zu hoffen, dass der RP Gießen seine mehrfach angekündigten Ansprüche im Wohratal eine umweltschonende Grundwassergewinnung durchsetzen zu wollen, nun mehr auch erfüllen wird. Dazu dürfte er auch im noch ausstehenden endgültigen Bescheid keine höheren Mengen genehmigen. Die Aktionsgemeinschaft Rettet den Burgwald und die Schutzgemeinschaft Vogelsberg sind aufgrund der bislang sehr ZMW-freundlichen Haltung des RP Gießen allerdings sehr vorsichtig mit einer solchen Prognose und gut gerüstet, falls die Entscheidung dennoch gegen den Naturschutz fallen sollte.

Für den Vorstand: Dr. Anne Archinal



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Unser Ehrenmitglied Helmut (Hems) Jesberg wurde am 9.12.2014 

80 Jahre alt. Wir gratulierten ihm recht herzlich und dankten für sein 

großes Engagement und wünschen uns, dass er uns noch lange unterstützt!


Auch Hessen-Forst würdigte seine jahrzehntelange ehrenamtliche Arbeit für den Naturschutz im Burgwald und stiftete ihm eine Bank. Diese steht fortan am Kuhgrawebörnchen und soll Helmut bei seinen Aktivitäten im Wald hin und wieder zu einem wohlverdienten Päuschen animieren.






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Die Stellungnahme der Aktionsgemeinschaft zum Antrag des ZMW bzgl. Verlängerung der Wasserrechte für das Wasserwerk Wohratal ist fertig und kann bei uns angefragt werden.

Eine Zusammenfassung findet sich unter: "Bedrohungen für den Burgwald / Trinkwasser-Gewinnung"




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Verleihung der Ehrenmitgliedschaft an Helmut "Hems" Jesberg

Im Rahmen unserer Jahreshauptversammlung 2014 haben wir unserem Gründungsmitglied und langjährigen ersten Vorsitzenden Helmut Jesberg die Ehrenmitgliedschaft der Aktionsgemeinschaft "Rettet den Burgwald" verliehen.

Mit dieser erstmals von unserem Verein vorgenommenen Ehrung, möchten wir seinen seit nunmehr vier Jahrzehnten andauernden Einsatz und sein nimmermüdes Engagement für den Naturschutz im Burgwald und die Belange der Aktionsgemeinschaft würdigen.

Wir gratulieren, Hems, und freuen uns noch auf viele gemeinsame Aktivitäten im und für den Burgwald.  





 


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Aufgrund der geplanten Wasserlieferung der Mittelhess. Wasserwerke über den Vogelsberg in den Frankfurter Raum haben wir uns an die Presse gewandt. Auch die Hessenschau war am 11.8. 2013 interessiert:

 


http://www.hr-online.de/website/archiv/hessenschau/hessenschau.jsp?t=20130811&type=v

 

 










 

 

 



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