Burgwald aktuell



Unser Veranstaltungsprogramm f├╝r 2017 ist da! (KLICK!)



Unsere n├Ąchsten Veranstaltungen:



Samstag, 01.04.2017, 18:30 Uhr

Rauz und Spauz im Burgwald.

Begegnungen mit im Wald lebenden Eulen.

Es f├╝hrt Michael Hoffmann.

Treffpunkt: Parkplatz Christenberg

Dauer ca. 2 Std.




Unser n├Ąchster Arbeitseinsatz:



Samstag, 1.4., 13:00 Uhr

N├Ąheres folgt!




 

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Pressemitteilung vom 17.11.16

zu Genehmigung Wasserrecht im Wohratal

 

RP Gie├čen genehmigt dem ZMW den Wasserhandel aus Wohratal-

Finanzen wird Vorrang vor Klimaanpassung und Umweltschonung einger´┐Żumt

 

Jetzt ist es amtlich: Der Zweckverband Mittelhessischer Wasserwerke darf Grundwasser aus der Wohratalaue nach Frankfurt verkaufen.

 

Mit der jetzt erteilten Genehmigung des RP Gie├čen kann sich der ZMW den schon 1999 in seinem Strategiepapier gehegten Wunsch nach Einstieg in den ├╝berregionalen Wasserhandel erf├╝llen. Auf Druck der Umweltverb├Ąnde hat der Regierungspr├Ąsident f├╝r die beantragte Exportmenge allerdings nur eine jederzeit wieder einziehbare Erlaubnis ausgesprochen. Zudem darf der ZMW bei seiner Wasserf├Ârderung definierte Grenzgrundwasserst├Ąnde nicht unterschreiten. Ob diese den Naturraum wirklich sch├Ątzen k├Ânnen, werden allerdings erst die Trockenperioden der n├Ąchsten Jahre zeigen.

 

Damit k├Ânnen die Aktionsgemeinschaft 'Rettet den Burgwald' und die Schutzgemeinschaft Vogelsberg jetzt in Ruhe auch juristisch pr├╝fen lassen, inwiefern der Export des Naturgutes nach Rhein-Main ├╝berhaupt zul├Ąssig ist. Hieran bestehen berechtigte Zweifel, da schon die Begr├╝ndung des Wasserrechtsantrages, das Wohratalwasser w├╝rde in Rhein-Main f├╝r die Versorgungssicherheit ben├Âtigt, falsch ist.

Zu kl├Ąren ist vor allem, ob die wirtschaftlichen Interessen des ZMW als Lieferant und der Hessenwasser GmbH & Co. KG als Kunde Vorrang vor gesetzlichen Vorgaben wie dem Wasserhaushaltsgesetz und dem Hessischen Wassergesetz besitzen d├╝rfen. Zudem unterl├Ąuft der Verkauf von angeblichem '├ťberschusswasser' gleich mehrere Kriterien der Umweltschonenden Grundwassergewinnung, die von den Genehmigungsbeh├Ârden eigentlich anzuwenden w├Ąren.

 

Die Umweltverb├Ąnde werden die jetzt anstehende Auseinandersetzung vor dem Hintergrund einer recht verfahrenen Situation f├╝hren m├╝ssen. Denn der ZMW hat sich selbst und die Genehmigungsbeh├Ârden durch den voreiligen Bau der neuen Verbindungsleitung zur OVAG unter Zugzwang gesetzt und versucht durch den Wasserexport die Investition in H├Âhe von ca. 12 Mio. Euro zu finanzieren.

 

Das Steigern seiner Einnahmen soll offensichtlich auch die Zahlungsausf├Ąlle der gr├Â├čten ZMW-Anteilseigner Gie├čen und Marburg kompensieren, da diese die urspr├╝nglich vereinbarten Wassermengen aufgrund ihrer guten Eigenversorgung nicht mehr abnehmen. Durch ihre Eigengewinnung sind deren Stadtwerke kurioserweise die gr├Â├čten Konkurrenten des ZMW.

 

Zudem besteht f├╝r die Stadtwerke Gie├čen jetzt die M├Âglichkeit, ebenfalls eigenes Wasser nach Rhein-Main zu exportieren. Der Durchmesser der neuen Verbindungsleitung zur OVAG w├Ąre daf├╝r jedenfalls gro├č genug.

 

Letztendlich aber liegt die Entscheidung, ob das Grundwasser aus dem Wohratal zur Handelsware degradiert wird bei den politisch Verantwortlichen und nicht bei den Betriebswirtschaftlern des ZMW. Sie m├╝ssen entscheiden, ob ihnen kurzzeitige finanzielle Vorteile des ZMW wichtiger sind als das Schonen der Grundwasservorr├Ąte zugunsten des wasserabh├Ąngigen Naturraumes.

Zumindest die Stadtverordneten der Stadt Wetter, selbst Mitglied im ZMW, haben dies bereits getan und einstimmig eine Resolution gegen den Wasserverkauf aus Wohratal verabschiedet. Ihnen ist offensichtlich klar, dass ohne das Beschr├Ąnken der Grundwasserf├Ârderung auf den unbedingt erforderlichen Umfang die notwendige Anpassung an den immer heftiger ausgepr├Ągten Klimawandel nicht funktionieren wird.

F├╝r den Fortbestand der Erlaubnis zum Wasserexport aus dem Wohratal wird die Stunde der Wahrheit somit erst noch kommen.

 

 

 

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Am 11. und 12. 7. begleiteten wir eine Sch├╝lergruppe der Edertalschule in Frankenberg in den Burgwald, die sich dort im Rahmen einer Projektwoche dem Thema Wald und Moor widmete. Geleitet wurde die Gruppe von der Lehrerin und unserem Vereinsmitglied Dr. Vroni Retzer.

Zum Abschluss der Projektwoche wurde von den Sch├╝lern eine kleine Pr├Ąsentation erstellt und diese in der Schule vorgestellt:


http://www.edertalschule.de/faecher/erdkunde/837-aktiv-in-wald-und-moor.html 



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Auch auf dem Grenzegang zu Wetter war die Aktionsgemeinschaft "stark" vertreten:


http://www.wetter-hessen.de/Leben-in-Wetter/Gesellschaft-Soziales/Grenzegang/Pressemitteilungen-Grenzegang/Top-Spots-heute-Wettersches-Urgestein-wird-von-seinem-Sohn-gehoben-und-The-Great-Migration-durch-die-Bach.php?object=tx%7c2322.1&ModID=7&FID=2322.9522.1&NavID=2322.241&La=1         



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Nach dem Artikel in der Oberhessischen Presse vom 13.12.2014 "J├Ąhrlich d├╝rfen 7,8 Millionen Kubikmeter flie├čen", in welchem ├╝ber die vorl├Ąufige Erteilung der Wasserrechte f├╝r das Wasserwerk Wohratal durch den RP berichtet wird, hat die Aktionsgemeinschaft am 16.12.2014 dazu folgende Pressemitteilung ver├Âffentlicht: 

Die Mengenanpassung nach unten f├╝r das Wasserwerk Wohratal war l├Ąngst ├╝berf├Ąllig. In seinem ├ťbergangsbescheid hat das Regierungspr├Ąsidium Gie├čen die weit ├╝berdimensionierten Wasserrechte des ZMW im Wasserwerk Wohratal nun erheblich gek├╝rzt. ├ťberf├Ąllig war diese Ma├čnahme schon l├Ąngst, da die realen F├Ârdermengen des ZMW in den letzten 20 Jahren zwischen 6 Mio. und 8 Mio. Kubikmetern/Jahr schwankten, ihm aber bis Dezember 2014 immer noch eine Entnahmemenge von 11 Mio./Jahr, und damit mindesten 3 Mio. Kubikmeter zu viel, bewilligt waren. Da solche ├ťberhangmengen aber untersagt sind, ist damit jetzt endlich Schluss.

Anscheinend tragen die intensiven Aktivit├Ąten der Natursch├╝tzer nun doch Fr├╝chte:

F´┐Żr diese gesetzeskonforme K´┐Żrzung haben die Aktionsgemeinschaft ´┐ŻRettet den Burgwald´┐Ż und die Schutzgemeinschaft Vogelsberg seit 2013 mit gro´┐Żem Einsatz gek´┐Żmpft. Sowohl gegen´┐Żber dem Regierungspr´┐Żsidium als auch im Umweltministerium als Oberste Wasserbeh´┐Żrde wurde klargestellt, dass Mengen, die ´┐Żber 8 Mio. m´┐Ż/Jahr hinausgehen, f´┐Żr die Versorgungssicherheit des ZMW-Verbandsgebietes auch in Zukunft nicht ben´┐Żtigt werden, und damit auch nicht genehmigungsf´┐Żhig sind. Zudem treten in der Wohratalaue offensichtlich in dem Ma´┐Że ´┐Żkologische Sch´┐Żden auf, in dem die F´┐Żrdermengen erh´┐Żht werden. Dieser Position zum Schutz des Naturraumes haben sich mittlerweile wohl auch einige betroffene Kommunen der Region angeschlossen.

Auch im Anh´┐Żrungsverfahren zum neuen Wasserrechtsantrag des ZMW am 20. November 2014 haben die Natursch´┐Żtzer daher vehement die erforderliche Mengenanpassung nach unten gefordert. Sie wiesen zudem nach, dass die neu beantragte F´┐Żrdermenge von 9,8 Mio. m´┐Ż/Jahr (statt 11 Mio m´┐Ż/Jahr) tats´┐Żchlich eine Steigerung der F´┐Żrderung um fast 40 % bedeute und ebenfalls weit ´┐Żber dem nachgewiesenen Bedarf des ZMW liege.

Der nicht-´┐Żffentliche Er´┐Żrterungstermin vom RP Gie´┐Żen wurde sehr parteiisch zugunsten des ZWM durchgef´┐Żhrt. Vorsorglich hat die Aktionsgemeinschaft Widerspruch gegen einen Bescheid angek´┐Żndigt, der F´┐Żrdermengen ´┐Żber einen belastbaren Bedarfsnachweis hinaus genehmigen w´┐Żrde. Den Mehr-´┐ŻBedarf´┐Ż an Wasser mit einem Liefervertrag an die OVAG und Weiterlieferung ins Rhein-Main-Gebiet zu begr´┐Żnden, halten Aktionsgemeinschaft und SGV, bei Wasserverlusten von 20 Millionen Kubikmetern im Rhein-Main-Gebiet, f´┐Żr ´┐Żkologischen bedenklich (allein die Transportkosten) und die Begr´┐Żndung rein kommerziell.

Diese sind mit dem ´┐Żbergangsbescheid des RP Gie´┐Żen ´┐Żber maximal 7,8 Mio. m´┐Ż/a nun vorerst vom Tisch.

Es steht zu hoffen, dass der RP Gie´┐Żen seine mehrfach angek´┐Żndigten Anspr´┐Żche im Wohratal eine umweltschonende Grundwassergewinnung durchsetzen zu wollen, nun mehr auch erf´┐Żllen wird. Dazu d´┐Żrfte er auch im noch ausstehenden endg´┐Żltigen Bescheid keine h´┐Żheren Mengen genehmigen. Die Aktionsgemeinschaft Rettet den Burgwald und die Schutzgemeinschaft Vogelsberg sind aufgrund der bislang sehr ZMW-freundlichen Haltung des RP Gie´┐Żen allerdings sehr vorsichtig mit einer solchen Prognose und gut ger´┐Żstet, falls die Entscheidung dennoch gegen den Naturschutz fallen sollte.

F´┐Żr den Vorstand: Dr. Anne Archinal



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Unser Ehrenmitglied Helmut (Hems) Jesberg wurde am 9.12.2014 

80 Jahre alt. Wir gratulierten ihm recht herzlich und dankten f´┐Żr sein 

gro´┐Żes Engagement und w´┐Żnschen uns, dass er uns noch lange unterst´┐Żtzt!


Auch Hessen-Forst w´┐Żrdigte seine jahrzehntelange ehrenamtliche Arbeit f´┐Żr den Naturschutz im Burgwald und stiftete ihm eine Bank. Diese steht fortan am Kuhgraweb´┐Żrnchen und soll Helmut bei seinen Aktivit´┐Żten im Wald hin und wieder zu einem wohlverdienten P´┐Żuschen animieren.






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Die Stellungnahme der Aktionsgemeinschaft zum Antrag des ZMW bzgl. Verl´┐Żngerung der Wasserrechte f´┐Żr das Wasserwerk Wohratal ist fertig und kann bei uns angefragt werden.

Eine Zusammenfassung findet sich unter: "Bedrohungen f´┐Żr den Burgwald / Trinkwasser-Gewinnung"




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Verleihung der Ehrenmitgliedschaft an Helmut "Hems" Jesberg

Im Rahmen unserer Jahreshauptversammlung 2014 haben wir unserem Gr´┐Żndungsmitglied und langj´┐Żhrigen ersten Vorsitzenden Helmut Jesberg die Ehrenmitgliedschaft der Aktionsgemeinschaft "Rettet den Burgwald" verliehen.

Mit dieser erstmals von unserem Verein vorgenommenen Ehrung, m´┐Żchten wir seinen seit nunmehr vier Jahrzehnten andauernden Einsatz und sein nimmerm´┐Żdes Engagement f´┐Żr den Naturschutz im Burgwald und die Belange der Aktionsgemeinschaft w´┐Żrdigen.

Wir gratulieren, Hems, und freuen uns noch auf viele gemeinsame Aktivit´┐Żten im und f´┐Żr den Burgwald.  





 


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Aufgrund der geplanten Wasserlieferung der Mittelhess. Wasserwerke ´┐Żber den Vogelsberg in den Frankfurter Raum haben wir uns an die Presse gewandt. Auch die Hessenschau war am 11.8. 2013 interessiert:

 


http://www.hr-online.de/website/archiv/hessenschau/hessenschau.jsp?t=20130811&type=v

 

 










 

 

 



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